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Kunststoffrecycling auf der Überholspur

: Erema


Coca Cola, Ikea, Philips oder Adidas – diese Marken haben Kunststoffrecycling in ihrer Unternehmensphilosophie bereits verankert und integrieren hochwertig recyceltes Material in ihre Produktion. Ziel ist es durch Kunststoffrecycling Ressourcen zu schonen und die Umwelt nachhaltig zu entlasten. Ermöglicht wird dies durch technisches Know-how und einen ungebremsten Innovationssinn, wie das oberösterreichische Unternehmen Erema aus Ansfelden beweist.

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Erema-Anlage Intarema1310TVEplus

Erema-Anlage Intarema1310TVEplus

Erema kann auf 30 Jahre Erfahrung in der Herstellung von Kunststoffrecycling-Anlagen und -Technologien zurückblicken. Das Unternehmen in Familienbesitz kann sich aber nicht durch Tradition, sondern aufgrund von ständiger Innovation Weltmarktführer nennen. Mit der Technologie von Erema können alle thermoplastischen Kunststoffe wie zum Beispiel PE, PP, PET, PS, ABS, PA, PC, Biopolymere oder Compounds in unterschiedlichsten Formen wie etwa Folien, Mahlgut, Hohlkörper, Schaum, Fasern oder Bändchen zu hochqualitativen Rezyklaten verarbeitet werden. 5.000 Erema-Anlagen sind weltweit im Einsatz und recyceln jährlich 14 Mio. Tonnen Kunststoff. Um die Kunden vor Ort optimal zu betreuen, hat Erema mittlerweile Niederlassungen in den USA, in China und Russland sowie 50 Ländervertretungen. 10 regionale Stützpunkte rund um den Globus stellen den technischen Support direkt beim Kunden sicher. 480 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben im aktuellen Geschäftsjahr für einen Rekordumsatz von 132 Mio. Euro gesorgt.

Recycling ist die Zukunft der Kunststoffindustrie

Mittlerweile setzen immer mehr Unternehmen auf den Einsatz von Recyklaten. Recycelter Kunststoff ist längst kein Nischenprodukt mehr, sondern wird von namhaften Brands vorangetrieben. Skateboards, Sonnenbrillen, Staubsauger, Stifte oder Aufbewahrungsboxen sind nur der Anfang – der Aufwärtstrend Kunststoffrecycling ist voll im Gange. Ein weiterer Hebel sind wirtschaftspolitische Maßnahmen wie etwa die Anhebung von verpflichteten Recyclingquoten, wobei hier Europa weltweiter Vorreiter ist. „Wir waren von Beginn an Vorreiter im Bereich des Kunststoffrecyclings. Wir haben Technologien vorausschauend entwickelt, um unseren Kunden neue Möglichkeiten aufzuzeigen. Dieses Unternehmenskonzept schafft Platz für kreative Ideen von Technikern und Entwicklern. Die aktuellen Entwicklungen bestätigen unsere Unternehmenskultur
– wir sind definitiv auf dem richtigen Weg“, so Manfred Hackl, CEO von Erema. Dass es neben technischen Lösungen innovative Ideen im Recycling benötigt, zeigt beispielsweise ein sehr erfolgreiches Programm in Chile. Drei junge Männer haben „Net positiva“ ins Leben gerufen, um aus dem Rezyklat von alten Polyamid-Fischernetzen trendige Skateboards und Sonnenbrillen herzustellen. Derartige Unternehmensmodelle unterstützen den Imagewechsel von Rezyklaten hin zu hochwertigen Sekundärrohstoffen.

Junge Menschen mit Vision

Um auch weiterhin die Nummer 1 zu bleiben, setzt der Recycling-Profi bei der Wahl seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf junge, motivierte Menschen. Aktuell werden 22 Lehrlinge in insgesamt 7 Abteilungen zum Elektrotechniker, Bürokaufmann, Betriebslogistikkaufmann bzw. zur Rechnungswesensassistenz ausgebildet. Aufgrund der internationalen Ausrichtung bietet das Unternehmen einen wöchentlichen Englischunterricht in Kleingruppen für alle Lehrlinge während ihrer gesamten Lehrzeit an. Da Teamwork ein fixer Bestandteil des Unternehmensleitbildes ist, finden jährlich zwei Lehrlings-Days statt, um die Persönlichkeitsentwicklung und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu fördern. „Wir setzen auf Menschen mit Visionen, die ihre Zukunft und unsere Umwelt aktiv gestalten wollen“, betont Manfred Hackl.

Erema-Anlage Intarema1310TVEplus
Mittlerweile teilen die Vision von Erema weltweit 480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sorgten im vergangenen Geschäftsjahr für einen Rekordumsatz von 132 Mio. Euro. (Bild: Erema)
CarbonLITE Industries aus Kalifornien stellt mit der Erema Technologie 100 Prozent recycelte rPET-Flakes her, mit welchem wiederum PET-Flaschen für Nestle Waters North America produziert werden. (Bild: Nestle Waters North America)
Vom motornahen Bauteil bis hin zu trendigen Lifestyle-Produkten wie Sonnenbrillen – Rezyklate sind vielseitig einsetzbar. (Bild: Erema)
Die Rezyklate für die Skateboards werden auf einer Kunststoffrecycling-Anlage von Erema hergestellt. (Bilder: Bureo)
Rezyklate in Lifestyle-Produkten sind keine Seltenheit mehr, wie die Sonnenbrille von Bureo eindeutig beweist. (Bild: Bureo)
Stabilo setzt bei seinen Produkten auf hochwertiges, recyceltes Material. (Bild: Stabilo)
Mittlerweile teilen die Vision von Erema weltweit 480 Mitarbeiter und sorgten im vergangenen Geschäftsjahr für einen Rekordumsatz von 132 Mio. Euro. (Bild: Erema)


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/xtredimg/2016/Kunststofftechnik/Ausgabe118/9392/web/Gerratt_05.jpgMit elektronischer Haut die Welt fühlen
Ehe Roboter sicher mit Menschen zusammenarbeiten können, brauchen sie bessere Möglichkeiten, die Welt um sich herum wahrzunehmen, als sie heute verfügbare Sensorik zur Verfügung stellt. Am Laboratory for Soft Bioelectronic Interfaces (LSBI) der École Polytechnique Fédérale de Lausanne arbeiten Aaron P. Gerratt und sein Team an einer Sensorik, die Berührungen elektronisch erfassbar macht. Im Unterschied zu anderen Ansätzen soll sich das Tast-Sensorium flächig über die Arme und Greifer von Robotern ziehen lassen und muss daher extrem dünn sein. Dadurch ist als die elektronische Haut auch dafür geeignet, Prothesen einen Tastsinn zu verleihen. Noch wurde längst nicht die letzte Etappe dieser Forschungsreise begonnen. Dennoch konnten die Schweizer Wissenschaftler im Rahmen der Materialerforschung bereits die praktische Eignung nachweisen. Autor: Ing. Peter Kemptner / x-technik
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