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Kunststoff im Automobilbau

: Borealis GmbH


Borealis und Borouge haben bereits mehrfach erfolgreich Materialien für wichtige Herausforderungen in der globalen Autoindustrie entwickelt. Auf dem internationalen VDI-Kongress „Kunststoffe im Automobilbau“ in Mannheim hat Borealis wiederum eine innovative Fibremod™-Materiallösung vorgestellt. Diese wurde in Zusammenarbeit mit dem Erstausrüster Dräxlmaier für das Jaguar F-Type Modell entwickelt.

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Der Name Fibremod steht sowohl für die Materialkategorie als auch für Borealis´ und Borouge’s Fähigkeit, eine spezifische Materialsorte zu transformieren oder zu modifizieren. Borealis’ unternehmenseigene LGF-Prozesstechnologie – die Fibremod-Familie beinhaltet Kurz- (SGF) und Langglasfaser-Werkstoffe (LGF) – ermöglicht die Produktion maßgeschneiderter, technisch höchst anspruchsvoller Polypropylen-Sorten.

Bei der Entwicklung des Armaturentafelträgers für den Jaguar F-Type suchten Jaguar und sein Erstausrüster Dräxlmaier nach einer geeigneten Materiallösung. Diese sollte hohe Steifigkeit und Schlagzähigkeit bieten, ohne dabei andere wichtige Anforderungen wie z. B. die Dimensionsstabilität zu beeinträchtigen. Außerdem mussten die ausgewählten Werkstoffe zu einer Reduzierung des Fahrzeuggesamtgewichts und zu konkurrenzfähigen Systemkosten beitragen.

Armaturenbrett-Träger und Airbagschacht

In enger Zusammenarbeit mit dem Erstausrüster entwickelte Borealis daraufhin ein Verdünnungssystem, das auf 50 % Fibremod GB601HP und 50 % BE677AI basiert. Es ermöglicht ein PP-LGF 30 % mit einem gut definierten Leistungsprofil für den Armaturentafelträger. Dieses LGF-verstärkte PP-Material liefert höchste Prozess- und Endnutzungsgüte.

Der Airbagschacht für das Jaguar F-Type Modell wird aus gebrauchsfertigem Fibremod GB303HP hergestellt, einem 30 % LGF-verstärkten PP mit exzellenter Schlagzähigkeit,
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hoher Steifigkeit und optimalen Verarbeitungseigenschaften. Dank Borealis’ umfassender Unterstützung bei Forschung, Entwicklung und Technik konnte die Feinabstimmung des Verdünnungsprozesses optimiert werden. Dadurch war es möglich, die spezifischen Ansprüche an das Material und die Verbindungstechnologie von Armaturenbrett-Träger und Airbagschacht zu erfüllen.

Stimmen der Verantwortlichen

„Wir wissen die enge Zusammenarbeit und offene Innovation beim Zuschnitt dieser Lösung auf unsere spezifischen Anforderungen zu schätzen”, sagt dazu Marc Sieber, Fachbereichsleitung Verfahrensentwicklung, Dräxlmaier. „Wir treiben diesen Erfolg mit Begeisterung weiter voran.“

„Fibremod Innovationen unterstützen unsere Partner und Kunden entlang der gesamten automobilen Wertschöpfungskette in ihrem Bemühen, die Fahrzeuge leichter zu machen, die Verarbeitungstemperaturen und den Energiebedarf zu senken und dabei die Systemkosten zu reduzieren“, erläutert Jost Eric Laumeyer, Borealis Global Marketing Manager Engineering Applications. „Unsere kundenspezifisch gefertigten, glasfaserverstärkten PP-Werkstoffe sind Vorreiter der Innovation. Sie bieten geringes Gewicht sowie erhöhte Festigkeit und Schlagzähigkeit für eine breite Palette von Automobil- und Geräteanwendungen.“

„Unsere Fibremod und Daplen™ Innovationen sind hervorragende Beispiele dafür, wie Borealis und Borouge immer wieder Möglichkeiten
entwickeln, neue leistungsfähige und hochwertige Materialien zu liefern, die dabei unterstützen, eine noch attraktivere Ästhetik zu erzielen“, ist Harald Hammer, Borealis Vice President Engineering Applications, überzeugt.

www.borealisgroup.com

Der Jaguar F-Type Armaturenträger und der Airbagschacht werden aus Borealis Fibremod™ Materialien gefertigt, die eine hohe Verarbeitungs- und Endnutzungsgüte liefern. Gleichzeitig tragen sie zur Verringerung von Gewicht und Gesamtsystemkosten bei. Foto: Borealis.


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Im Gespräch

/xtredimg/2016/Kunststofftechnik/Ausgabe118/9392/web/Gerratt_05.jpgMit elektronischer Haut die Welt fühlen
Ehe Roboter sicher mit Menschen zusammenarbeiten können, brauchen sie bessere Möglichkeiten, die Welt um sich herum wahrzunehmen, als sie heute verfügbare Sensorik zur Verfügung stellt. Am Laboratory for Soft Bioelectronic Interfaces (LSBI) der École Polytechnique Fédérale de Lausanne arbeiten Aaron P. Gerratt und sein Team an einer Sensorik, die Berührungen elektronisch erfassbar macht. Im Unterschied zu anderen Ansätzen soll sich das Tast-Sensorium flächig über die Arme und Greifer von Robotern ziehen lassen und muss daher extrem dünn sein. Dadurch ist als die elektronische Haut auch dafür geeignet, Prothesen einen Tastsinn zu verleihen. Noch wurde längst nicht die letzte Etappe dieser Forschungsreise begonnen. Dennoch konnten die Schweizer Wissenschaftler im Rahmen der Materialerforschung bereits die praktische Eignung nachweisen. Autor: Ing. Peter Kemptner / x-technik
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